Wir freuen uns, Nasanin Dahaghin und Julius Pristauz im Rahmen der super soft summer residency vom 15.7.–15.8.2026 bei soft power zu begrüßen.
Nasanin Dahaghin und Julius Pristauz verbinden Fragen rund um Authentizität, (Re-)Präsentation und Aufführung; Pop als Träger von Affekten und Körperbildern, und was passiert, wenn choreografische und musikalische Praktiken aufeinandertreffen. Im Rahmen der Residency werden Nasanin und Julius ihre Zusammenarbeit, die aus den Bereichen konzeptueller Performancekunst und Bildender Kunst sowie Musik, Soundproduktion und Soundperformance schöpft, vertiefen und gemeinsam an einer neuen Performance und neuem musikalischen und filmischen Material arbeiten: „Irgendwo zwischen Live-Konzert, Karaoke, Cover, Lipsync-Performance und DJ-Set wollen wir eine Bühnensituation erarbeiten, die zwischen ehrlicher Intimität und oberflächlicher Inszenierung pendelt.“
Nasanin Dahaghin ist eine in Berlin lebende Performerin, Soundkünstlerin und DJ. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich an der Schnittstelle von Tanz, Choreografie, zeitbasierter Medienkunst, Performance und Soundinstallation. In ihren Arbeiten erforscht sie Rituale, Dualitäten und Mythologien sowie die Beziehung zwischen Klang und Bewegung. Stimme, Rhythmus und Wiederholung dienen ihr als zentrale künstlerische Mittel, um Wahrnehmung zu strukturieren und kollektive Erfahrungsräume zu schaffen.
Julius Pristauz setzt sich in seiner multimedialen Praxis mit performativen Ausdrucksformen und deren Beziehung zu gebautem Raum in verschiedenen Medien und Formaten auseinander. Dabei geht es häufig um die Konstruktion und die Durchlässigkeit von Identitäten sowie um Spannungen zwischen privaten und öffentlichen Sphären im weiteren Sinne. Neben seiner Tätigkeit als freischaffender Künstler arbeitet er als freier Kurator und Autor im Bereich zeitgenössischer Kultur.
Im Rahmen der super soft residency bietet soft power regelmäßig Künstler*innen, Musiker*innen oder Performer*innen Raum, um an ihren aktuellen Projekten, Proben und Recherchen zu arbeiten und diese weiterzuentwickeln. Für die Sommerausgabe des Residenzprogramms wurde im Mai 2026 ein Open Call veröffentlicht, der sich an Künstler*innen und Künstler*innenkollektive aller Disziplinen richtete, die in Berlin ansässig sind und mit Platzproblemen zu kämpfen haben.
Gemeinsam mit der diesjährigen Residency-Koordinatorin Federica Nicastro bedanken wir uns bei allen Künstler*innen, die sich für die Residency beworben haben. Wir haben zahlreiche beeindruckende Bewerbungen erhalten, die nicht nur die künstlerische Vielfalt und Exzellenz, sondern auch den dringenden Bedarf an Arbeitsräumen in dieser Stadt widerspiegeln.