Was wäre, wenn wir das Jahr in Jahreszeiten einteilten, nicht entsprechend des Wetters oder der Zeit, sondern nach Jahreszeiten der Empfindungen, des Körpers und des Geistes?
Das gemeinsame Essen ist eines der ältesten Gemeinschaftsrituale, das mit Selbsterhaltung, Ernte und Dankbarkeit verbunden ist. Die von Irene Fernández Arcas, Nadav Naim Kirsh, Ayscha Zarina Omar und Alina Lehle choreografierte Performance Seasons of spirit *Sensorial rite experience* betrachtete das gemeinsame Essen als soziale Skulptur. Als Jahresgabe für Unterstützer*innen des gemeinnützigen Kunstvereins wurden die Mitglieder von soft power eingeladen, Teil dieser kollektiven Performance zu werden, indem sie die Idee eines Abendessens als Körper in Interaktion mit den vorgeschlagenen sieben Sinnen und Jahreszeiten erlebten.
Für das Projekt wurde ein Sieben-Gänge-Menü kreiert und in einer temporären Zeltstruktur choreografiert, bestehend aus Zeichnungen auf Stoff von Irene Fernández Arcas sowie Objekten und Skulpturen der eingeladenen Künstlerin Dora Durkesac. Eine begleitende Publikation diente als Speisekarte, Aufforderung und Anreiz, die Erfahrung des Essens als Zusammensein, als Ritual, als Fest kollektiv zu erfahren.