Eröffnung
14.11.2026, 18.00–21.00
In einer bewussten Fehlübersetzung einer Zeile aus Nino Ferrers Hit-Song Le Sud (1975) verwandelt der Titel von Basma al-Sharifs Einzelausstellung bei soft power die im Song besungene Melancholie über ein verlorenes Paradies in eine politische Verweigerung nostalgischen Vergessens: Es war eigentlich nie besonders gut.
In zwei Videoinstallationen zeigt die Ausstellung, wie sowohl Integrationspolitik als auch neo-koloniale Fortschrittsversprechen als Werkzeuge ideologischer Anpassung funktionieren, die gesellschaftliche Zugehörigkeit an Bedingungen knüpft. Al-Sharifs Fehlübersetzung hält uns dazu an, hinter die beruhigenden Fassaden vermeintlicher Zufluchtsorte zu blicken und in ihnen die gefährlichen Choreografien der Verdrängung zu erkennen.