Ιστορία της ηδονής History of delight

Lena Platonos, PlusX, Sphera de Noumenon, Yiorgos Konstantoulakis

Στις εξιστορήσεις της ζωής σου
συχνά ανταποκρίνομαι
με ρίγη στη ραχοκοκαλιά,
ζητώντας άλλου είδους όραση
καθώς είμαστε πια μεγάλα παιδιά
που χρειάζονται πολλά δάχτυλα
για να μετρήσουν τον πίσω χρόνο,
κι έτσι σε βλέπω, φίλε, αιμάτινη σκιά ενός ρυθμού
Είτε συμφωνείς, είτε διαφωνείς […]
που μερικοί το ονομάζουν ιστορία
και μερικοί το ονομάζουν ιστορία…της ηδονής.

Lena Platonos ist ein μεγάλο παιδί, ein old kid der experimentellen elektronischen Musik – die griechische Komponistin gilt nicht nur als musikalische Pionierin, sondern zeichnet sich auch durch ihre poetischen und gesellschaftskritischen Texte aus, die von der Ver­geblichkeit der Liebe, den Abgründen menschlicher Beziehungen und der vom Konsum geprägten Ent­fremdung erzählen. Mit ihrer einzigartigen Sicht auf das Eindringen der Computertechnologien in unsere Gesellschaft seit den 80er Jahren, auf Emanzipation und Abhängigkeit, scheint sie ihrer Zeit nicht nur musikalisch voraus. Das Projekt Ιστορία της ηδονής History of delight wurde mit einer Live-Performance von Platonos und anderen bei soft power eröffnet, die in Kollaboration mit Plus X live auf Cashmere Radio übertragen wurde. Die Ausstellung wurde von einer Soundinstallation untermalt, die aus einer Kollaboration zwischen Lena Platonos und dem in Berlin lebenden griechischen Musiker Yiorgos Konstantoulakis entstanden ist. Umrahmt von Platonos‘ surrealen und verträumten Texten, ihrer Stimme, die sich im Raum ausdehnt und zu einem wiederkehrenden Flüstern zusammenzieht, gab Ιστορία της ηδονής History of delight so einen raren Einblick in das kaum bekannte visuelle Werk dieser feministischen Ikone, Techno-Avantgardistin und Träumerin.

Als Teil des Ausstellungsprogramms wurde am 3.10.2021 der Dokumentarfilm ΛΠ LAMBDA PI bei soft power gezeigt. Der Dokumentarfilm von Cristo Petrou (2018, 75min., OmeU) blickt auf Lena Platonos‘ revolutionäres Schaffen seit Mitte der 1980er Jahre zurück. Im Anschluss an das Filmscreening fand eine Listeningsession (Platonos und andere weibliche Electronica-Hits und Fundstücke) im Ausstellungsraum statt.

Zeitraum
17.9.–3.10.2021
Ort
Berlin
Gefördert von
Musikfonds e.V.
Fördersumme
7.240 €
Arbeitszeitraum
1.7.–31.10.2021
Mit Dank an
Anlageberatung AG, Sebastjan Brank, Franziska König, Donna Schons, David August (99chants), Rabih Beani (Morphine Records), Berliner Brandstifter, Josh Cheon (Dark Entries Records), EQUATIONS, Sebastian Hecht, Robin Koek (Sound Engineering), Michael Krauss, Lemonaid, noisy Store GmbH, Lenina Sydorenko, heretic Athens
Fotos
Eike Walkenhorst, Nick Lapien