Abolitionist Kino – initiiert von der 2023 in Berlin gegründeten Forschungsgruppe Abolitionist Jelly – widmet sich Filmen und Diskussionen über Abolitionismus und Erfahrungen mit transformativer Gerechtigkeit.
Die erste Ausgabe des Abolitionist Kino bei soft power dreht sich um den Dokumentarfilm A Litany For Survival: The Life and Work of Audre Lorde (1995, 90 Min., englischsprachig) von Ada Gay Griffin und Michelle Parkerson. A Litany For Survival verwebt Geschichte, Poesie, Musik und Politik. Von ihren Kindheitswurzeln in Harlem bis zu ihrem Kampf gegen den Brustkrebs während ihrer Jahre in Berlin erkundet der Film Audre Lordes Leben und Werk, das eine Brücke zwischen der Bürgerrechtsbewegung, der Entwicklung des schwarzen Feminismus und dem Kampf für die Rechte von Lesben und Schwulen schlägt. Der Dokumentarfilm vereint Lordes Stimme mit Interviews mit vielen ihrer Kolleg*innen und Mitstreiter*innen, darunter Adrienne Rich, Sapphire und Sonia Sanchez, die Lorde jeweils als Mentorin und inspirierende Kraft würdigen. Die Veranstaltung lädt dazu ein, die kollektiven Lernmethoden von Abolitionist Jelly kennenzulernen und gemeinsam über Kreativität als Weg zur Abolition nachzudenken – inspiriert durch das Leben und Werk von Audre Lorde. Das Filmscreening, mit anschließendem informellen Raum für Diskussion und Austausch, wird von Derek MF Di Fabio und Susanna Gonzo moderiert.
Abolitionist Jelly ist eine Gruppe von Künstler*innen, Musiker*innen, Kulturschaffenden, Schriftsteller*innen und Forschenden, die sich mit Abolitionismus und Praktiken transformativer Gerechtigkeit beschäftigen. Während Abolitionismus im historischen Sinne die Bewegung zur Beendigung der Sklaverei und zur Befreiung versklavter Menschen auf der ganzen Welt ist, laden uns zeitgenössische Abolitionismen dazu ein, zu diskutieren und zu lernen, was es heute bedeutet, den Kampf für Abolition – eine Welt jenseits von Polizei, Gefängnissen und Grenzen – aufzugreifen und neu zu imaginieren. Abolitionistische Denkweisen fordern dazu auf, unsere Beziehungen zu uns selbst und zu anderen zu verändern und Verwandtschaften und Gemeinschaften jenseits der eigenen unmittelbaren Familie aufzubauen, um uns gegenseitig Sicherheit zu geben. Mit diesem Ziel trifft sich Abolitionist Jelly zweimal im Monat, um Texte, Podcasts, Filme, Ideen und Erfahrungen auszutauschen; um ohne ein bestimmtes Ergebnis gemeinsam zu wachsen, zu lernen, zu hinterfragen, zu erforschen, zu trauern, zu atmen, zu weinen oder zu feiern.
Praktische Informationen:
Das Filmscreening beginnt um 19.30 Uhr. Eintritt auf Spendenbasis (5-10€), niemand wird wegen fehlender Mittel abgewiesen.
Barrierefreiheit:
Der Film wird in englischer Sprache gezeigt, und es besteht die Möglichkeit, englische (autogenerierte) Untertitel einzuschalten. Die Organisator*innen der Veranstaltung sprechen Englisch und Deutsch. Es werden Kissen, Hocker und Stühle mit Rückenlehne im Raum zur Verfügung stehen. Die Veranstaltung wird maximal drei Stunden dauern, mit einer kleinen Pause für Getränke und Toilette.
Die Räumlichkeiten von soft power befinden sich im 3. Stock und sind über die Treppe sowie über einen Fahrstuhl erreichbar. Der Zugang zum Raum ist ebenerdig. Das barrierefreie WC im 3. Stock ist ebenerdig zu erreichen und kann vom Security-Personal vor Ort aufgeschlossen werden. Für Fragen zur Anfahrt vorab und für Assistenz vor Ort bei der Benutzung des Fahrstuhls (Lastenaufzug) sind wir gerne telefonisch erreichbar unter: 01573 0760994