{"id":940,"date":"2023-04-23T17:52:00","date_gmt":"2023-04-23T17:52:00","guid":{"rendered":"https:\/\/softpower.world\/?post_type=projekt&#038;p=940"},"modified":"2023-05-02T19:03:20","modified_gmt":"2023-05-02T19:03:20","slug":"http-softpower-world","status":"publish","type":"projekt","link":"https:\/\/softpower.world\/de\/projekt\/http-softpower-world\/","title":{"rendered":"www.softpower.world"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Teil einer prozesshaften Neuausrichtung von digitalen Strategien und Onlinepr\u00e4senz arbeitete <em>soft power<\/em> \u00fcber einen Zeitraum von acht Monaten mit Studio ABO zusammen. Studio ABO (Tra My Nguyen, Ozan \u015eanal, H\u00fcseyin Burak Yel und Ahmet Erdem \u015eent\u00fcrk) ist ein Kollektiv f\u00fcr visuelle Kommunikation und Design mit Sitz in Berlin und Istanbul. An der Schnittstelle von kulturellen, kommerziellen und Forschungsprojekten entwickeln sie visuelle Strategien in Digital- und Printmedien. Die Gestaltung und Programmierung der neuen <em>soft power<\/em> Website wurde erm\u00f6glicht durch das F\u00f6rderprogramm NEUSTART KULTUR im Programmteil KULTUR.GEMEINSCHAFTEN aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung f\u00fcr Kultur und Medien (BKM) und der Kulturstiftung der L\u00e4nder (KSL).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Teil einer prozesshaften Neuausrichtung von digitalen Strategien und Onlinepr\u00e4senz arbeitete <i>soft power<\/i> \u00fcber einen Zeitraum von acht Monaten mit Studio ABO zusammen. Studio ABO (Tra My Nguyen, Ozan \u015eanal, H\u00fcseyin Burak Yel und Ahmet Erdem \u015eent\u00fcrk) ist ein Kollektiv f\u00fcr visuelle Kommunikation und Design mit Sitz in Berlin und Istanbul. An der Schnittstelle von kulturellen, kommerziellen und Forschungsprojekten entwickeln sie visuelle Strategien in Digital- und Printmedien. 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Der Salon nahm die Form einer Ansammlung von Sprachnachrichten an, um Begriffe von Kollektivit\u00e4t zu diskutieren \u2013 eine Selbstreflexion, ein Fragebogen, ein Gespr\u00e4ch, ein Monolog, Dialog, Multilog. <em>soft power<\/em> lud daf\u00fcr andere Kollektive und kollektiv organisierte Gruppen ein, sich diesem \"Gespr\u00e4ch\" per Sprachnachricht anzuschlie\u00dfen: Alicia Reuter (Mitbegr\u00fcnderin und Co-Direktorin des Berlin Art Prize), Anissa Carrington (Mitbegr\u00fcnderin und Mitglied des DJ-Netzwerks SLIC Unit), Viviane Tabach &amp; Theseas Efstathopoulos (zwei sobat-sobat (Kunstvermittler*innen der documenta fifteen) und Herausgeber*innen der Publikation <em>Ever Been Friendzoned by an Institution?<\/em>) und Tra My Nguyen (Mitbegr\u00fcnderin und Mitglied des Designkollektivs Studio ABO). <\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Mit dieser k\u00fcnstlichen (Re-)Konstruktion eines Gespr\u00e4chs, das nie wirklich stattgefunden hat, bezog sich diese Ausgabe des <em>Air Salon<\/em> auf das zeitgen\u00f6ssische Ph\u00e4nomen, Sprachnachrichten hin und her zu schicken, anstatt ein Gespr\u00e4ch zu f\u00fchren \u2013 manchmal lange Monologe, die keine Antwort erwarten, manchmal mehrere 3-Sekunden-Schnipsel im Austausch, anstatt die andere Person einfach anzurufen. Als zeitgen\u00f6ssische Form steht die Sprachnachricht und ihre st\u00e4ndig wachsende Popularit\u00e4t m\u00f6glicherweise Sinnbildlich f\u00fcr kollektive Praktiken und wie sie oft (dys)funktionieren: ein st\u00e4ndiges Senden und Empfangen, das Zusammenf\u00fchren mehrerer Kan\u00e4le, um schlie\u00dflich (und hoffentlich) einen bedeutungsvollen Austausch zu schaffen, der nie mit nur einer Stimme spricht. <\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>ABA (Air Berlin Alexanderplatz) e.V. ist eine forschungsorientierte K\u00fcnstler*inneninitiative, die 2009 von den K\u00fcnstler*innen Susanne Kriemann und Aleksander Komarov in Berlin gegr\u00fcndet wurde. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf ephemerer k\u00fcnstlerischer Forschung und kollektiver und experimenteller Wissensproduktion. Die T\u00e4tigkeit von ABA besteht in der Konzeption und kuratorischen Umsetzung verschiedener Pr\u00e4sentationsformate: Die Organisation von Salons an verschiedenen Orten in der Stadt, die Herausgabe von Publikationen, die Betreuung eines Residencyprogramms und einer Website als zentraler Ort f\u00fcr die Dokumentation und Archivierung dieser Formen der Wissensproduktion.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->","post_title":"Soft notes: Voice messages for the collective ear","post_excerpt":"Auf Einladung von Air Berlin Alexanderplatz kuratierte <i>soft power<\/i> diese Ausgabe des <i>Air Salon<\/i>, die auf Colaboradio (88,4 MHz in Berlin und 90,7 MHz in Potsdam) gesendet wurde. 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Sie forscht zu Hyperfemininit\u00e4t, Pop-\/Internetkultur und Vertrauens\u00f6konomie; Schrift als Erweiterung des K\u00f6rpers und wie sie feministische Diskurse in der Gesellschaft pr\u00e4gen kann. Im Auftrag von <em>soft power<\/em> entwickelt Charlotte seit 2021 die variable Schrift NewEdge 666. Die Schriftart wird seit Mai 2021, also bereits vor ihrer Fertigstellung, von <em>soft power<\/em> genutzt, um die fortlaufende Weiterentwicklung der Schrift im Prozess sichtbar zu machen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Charlotte ist derzeit Gastprofessorin f\u00fcr Typografie und Type Design an der Bauhaus Universit\u00e4t Weimar. Sie hat Vortr\u00e4ge gehalten u.a. an der Princeton University (2022), AdbK N\u00fcrnberg (2022), UdK Berlin (2022), Forward Festival Berlin (2022), Kunstverein Bielefeld (2022), Kunsthochschule Kassel (2022), Burg Giebichenstein Halle (2021), Aalto University Finland (2021), HfBK Bremen (2021) und Central Saint Martins London (2020). Charlottes Arbeiten wurden zuletzt in Ausstellungen u.a. bei Havarie Space\/Autohaus Autohaus Kassel, DE (2022), MU Eindhoven, NL (2022), MK G Hamburg, DE (2022) und bei <em>soft power<\/em> (2021) gezeigt.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->","post_title":"New Edge666","post_excerpt":"Charlotte Rohde ist (Schrift-)Designerin und multidisziplin\u00e4re K\u00fcnstlerin, die an der Schnittstelle von Bild und Sprache arbeitet. Sie forscht zu Hyperfemininit\u00e4t, Pop-\/Internetkultur und Vertrauens\u00f6konomie; Schrift als Erweiterung des K\u00f6rpers und wie sie feministische Diskurse in der Gesellschaft pr\u00e4gen kann. 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Zeitgleich zogen rund 40 K\u00fcnstler*innen hier in ihre neuen Studios ein \u2013 in der Teilestra\u00dfe entsteht somit ein neuer Ort der k\u00fcnstlerischen Produktion, den wir als Kollektiv aktiv mitgestalten wollen. In dieser ersten Phase, dem <em>soft opening<\/em>, zielte unser kuratorischer Ansatz daher prim\u00e4r auf Prozesshaftigkeit, Formen der Gemeinschaftlichkeit und lokale Verortung ab. Mit unserem <em>soft opening<\/em> wollten wir das Innen nach Au\u00dfen kehren: Eine langsame (Er)\u00f6ffnung, die sich mit dem unmittelbaren Umfeld und der zuk\u00fcnftigen \u00d6ffentlichkeit dieses Ortes befasst. Dabei verfolgten wir folgende Ziele:<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>\u2013 Sichtbarkeit f\u00fcr die Teilestra\u00dfe 11-13 als neuen Ort k\u00fcnstlerischer Produktion innerhalb des Bezirks und innerhalb Berlins schaffen.<br>\u2013 Prozesshafte Identit\u00e4tsfindung von <em>soft power<\/em> als neue kooperative und transdisziplin\u00e4re Kunst- und Kulturplattform online und offline transparent gestalten.<br>\u2013 Alternative \u00f6konomische Modelle und Ressourcennutzung f\u00fcr die Freie Szene erforschen und entwickeln.<br>\u2013 Einen partizipativen Wissensraum schaffen, in dem Ideen mit Modellcharakter erprobt werden k\u00f6nnen.<br>\u2013 Durch lokale Kollaborationen Teilhabe am Raum selbst erm\u00f6glichen und den Raum f\u00fcr die Perspektiven anderer \u00f6ffnen.<br>\u2013 Das Veranstaltungsprogramm f\u00fcr diverse Publikumsgruppen zug\u00e4nglich machen.<br>\u2013 Langfristig einen k\u00fcnstlerischen wie transdisziplin\u00e4ren, politisch und gesellschaftlich relevanten Ort etablieren.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Zu unseren ersten Kollaborationspartnerinnen vor Ort z\u00e4hlten ErtlundZull (Entwicklung, Design und Umsetzung einer mobilen K\u00fcche, die f\u00fcr Gemeinschaftsveranstaltungen in der Teilestra\u00dfe sowohl drinnen als auch drau\u00dfen genutzt werden kann); Laura Bake (Politikwissenschaftlerin und Beraterin, die sich f\u00fcr weibliche F\u00fchrung in der Unternehmenskultur einsetzt und uns durch Workshops in der Gr\u00fcndungsphase unterst\u00fctzte); Equations Collective (Kollektiv aus den Bereichen Musik, Fotografie, Sound- und Softwaredesign, die unseren Raum audio-basiert erforschten); sowie zahlreiche K\u00fcnstler*innen aus unserer Nachbarschaft, mit denen wir uns bei Atelierbesuchen austauschten.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Eines der vielen Resultate dieses fortlaufenden Prozesses war die Gr\u00fcndung des Kunstvereins soft power e.V. am 23.4.2021.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->","post_title":"soft opening","post_excerpt":"Im Oktober 2020 \u00fcbernahm das 4-k\u00f6pfige Kollektiv <i>soft power<\/i> einen 137 m\u00b2 gro\u00dfen Projektraum in der ehemaligen Sarottifabrik der Teilestra\u00dfe 11-13, Berlin-Tempelhof. 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